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Solarstadt Burghausen

Beispiel Carport am Parkplatz des BBiW - hier wurden 5 Parkplatzreihen mit Carports überdacht: Es wurden 1470 Solarmodule vom Typ Yingli 235Watt Peak mit einer Gesamtleistung von 345,45 Watt Peak installiert, dies entspricht einer Dachfläche von 2.465 m² und 199 Parkplätzen. Der Jahresertrag dieser Anlage beträgt ca. 345.450 kwh und versorgt somit 115 Burghauser Haushalte mit Strom. (Foto: Blue“e“ Group)
Beispiel Carport am Parkplatz des BBiW - hier wurden 5 Parkplatzreihen mit Carports überdacht: Es wurden 1470 Solarmodule vom Typ Yingli 235Watt Peak mit einer Gesamtleistung von 345,45 Watt Peak installiert, dies entspricht einer Dachfläche von 2.465 m² und 199 Parkplätzen. Der Jahresertrag dieser Anlage beträgt ca. 345.450 kwh und versorgt somit 115 Burghauser Haushalte mit Strom. (Foto: Blue“e“ Group)
Beispiel Carport am Parkplatz Turnhalle Süd - hier wurden 5 Parkplatzreihen mit Carports überdacht: Es wurden 1098 Solarmodule vom Typ Yingli 235 Watt Peak mit einer Gesamtleistung von 258,03 kWp installiert, dies entspricht einer Dachfläche von 1.848 m² und 139 Parkplätzen. Der Jahresertrag dieser Anlage beträgt ca. 258.030 kwh und versorgt somit 86 Burghauser Haushalte mit Strom. (Foto: Blue“e“ Group)
Beispiel Carport am Parkplatz Turnhalle Süd - hier wurden 5 Parkplatzreihen mit Carports überdacht: Es wurden 1098 Solarmodule vom Typ Yingli 235 Watt Peak mit einer Gesamtleistung von 258,03 kWp installiert, dies entspricht einer Dachfläche von 1.848 m² und 139 Parkplätzen. Der Jahresertrag dieser Anlage beträgt ca. 258.030 kwh und versorgt somit 86 Burghauser Haushalte mit Strom. (Foto: Blue“e“ Group)
Bis zu 50 Mitarbeiter von verschiedenen Burghauser Elektro- und PV-Installationsbetrieben waren mit der Errichtung der fünf Carport-PV-Anlagen bis zum Jahreswechsel 2011/2012 beschäftigt. (Foto: KommExpert)
Bis zu 50 Mitarbeiter von verschiedenen Burghauser Elektro- und PV-Installationsbetrieben waren mit der Errichtung der fünf Carport-PV-Anlagen bis zum Jahreswechsel 2011/2012 beschäftigt. (Foto: KommExpert)
Die Stadt Burghausen sorgte 2012 für den Bau einer Freiflächen-PV-Anlage auf dem Hieringer Feld. Die Gesamtfläche des Areals beträgt ca. 5 Hektar und wurde mit etwa 3 Megawatt PV-Leistung bebaut. Der Jahresertrag dieser Anlage kann weitere 1000 Burghauser Haushalte mit Energie versorgen. (Foto: WiföG)
Die Stadt Burghausen sorgte 2012 für den Bau einer Freiflächen-PV-Anlage auf dem Hieringer Feld. Die Gesamtfläche des Areals beträgt ca. 5 Hektar und wurde mit etwa 3 Megawatt PV-Leistung bebaut. Der Jahresertrag dieser Anlage kann weitere 1000 Burghauser Haushalte mit Energie versorgen. (Foto: WiföG)

Einstieg in das langfristige Ziel einer weitestgehenden Energie-Autarkie: "Solarstadt" Burghausen

Der Ausbau erneuerbarer Energien wird in Burghausen seit einigen Jahren stark vorangetrieben, um langfristig ein Höchstmaß an Energieautarkheit zu erreichen: Der Einstieg mit dem Projekt "Solarstadt" wurde 2010 und im Herbst/Winter 2011 begonnen.

Burghausen hat auf dem visionärem Weg zur „Solarstadt“ weitere wichtige Meilensteine gesetzt: Allein 2010 und 2011 wurden 4,34 Mio. Euro in die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen im Stadtgebiet investiert. Damit werden mittlerweile 5,6 Prozent des gesamten Strombedarfs der Salzachstadt aus Sonnenenergie gedeckt – seit 2004 konnte der Solarstromanteil um das 5-fache gesteigert werden. Mit der für Mitte 2012 geplanten Inbetriebnahme einer 3,5-Megawatt-Freianlage kann dann bereits der Bedarf von rund 1.450 Burghauser 4-Personen-Haushalte mit Solarstrom gewährleistet werden.

Investition für die Zukunft - bereits jetzt rentabel

Bis 2050 soll laut der bayerischen Staatsregierung die Hälfte des Stroms aus regenerativen Energien kommen – und Burghausen ist mit dem Projekt „Solarstadt“ ganz vorne dabei. Einen gewaltigen Sprung machte man im Laufe des letzten Jahres: Im Auftrag der Wirtschaftsbeteiligungs-GmbH (WiBG) Burghausen, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Stadt, wurden bis zum Jahreswechsel  517 öffentliche Parkplätze überdacht und mit PV-Anlagen bestückt. Damit erhöhte sich die in Burghausen installierte Leistung auf gut 4,6 Megawatt. Schöner Nebeneffekt für die Stadtfinanzen: Das Geld für die über  4-Mio.-Euro-Investition hat die Stadt der WiBG überlassen und bekommt im Gegenzug dafür Zinsen wie bei einer Bank-Anlage. Die WiBG wiederum erwirtschaftet dank Einspeisevergütung und einer Rendite von 5 bis 7 Prozent ebenfalls schwarze Zahlen.

Photovoltaik-Freianlagen auf insgesamt 13 ha Fläche

Auch 2012 ging es weiter: Im Ortsteil Lindach wurde auf einer Fläche von 5 Hektar eine weitere PV-Freianlage errichtet, die rund 3,5 Megawatt Solarstrom erzeugt; eine der größten zusammenhängenden Anlagen in ganz Bayern. Mit Inbetriebnahme der Anlage zur Jahresmitte 2012 stieg der Solarstromanteil Burghausens auf 8,1 Megawatt. Dies entspricht dem Strombedarf von rund 1.450 Haushalten mit vier Personen oder einem guten Zehntel des gesamten Burghauser Strombedarfs.

2013 ist die Errichtung einer weiteren Solar-Großanlage beschlossen: Entlang der Bahnlinie Burghausen-Burgkirchen ensteht im Ortsteil Lehner bei Bergham eine Solaranlage auf einer Fläche von ca. 7,5 ha Photovoltaik-Kollektoren. Damit wird die Photovoltaik-Anlage die größte im Landkreis Altötting. Die Stromerzeugung auf der Fläche entspricht dem Bedarf von rund 800 Haushalten. Die Stadt selbst wird die Anlage nicht betreiben und auch keine Grundstücke dafür ankaufen. Betreiber wird eine ortsansässige Firma unter Beteiligung verschiedener Gesellschafter sein. Rund zwei Hektar Fläche davon sollen für Bürger oder eine Beteiligungsgesellschaft reserviert werden.

Burghauser Energiewende

Die massiven Investitionen in Photovoltaik-Anlagen sind erst der Anfang: Die Burghauser „Energiewende“ soll in den nächsten zehn Jahren auch durch die Nutzung der Abwärme aus den benachbarten Chemiewerken geschafft werden – ein Nutzungskonzept wird bis spätestens 2014 erstellt – etwa die Hälfte der Stadt, vor allem Mehrfamilienhäuser und Großverbraucher, könnten aus diesem enormen Industrie-Potenzial ersorgt werden. Außerdem wird die Stadt in den kommenden fünf Jahren erheblich in Dämmung und neue Heizungen bei städtischen Gebäuden investieren. Hinzu kommen noch Rücklagenbildungen, um sich in Windparks und Wasserkraft einzukaufen.

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