300 Mio. Euro pro Jahr, über 1.500 Stellenstreichungen: Wacker Chemie konkretisiert Sparziele

(27.11.2025)

Abbau von über 1.500 Stellen weltweit geplant – Umsetzung startet im ersten Quartal 2026 und soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein – Dr. Hartel: "Wacker wieder auf Erfolgskurs bringen“

München/Burghausen. Angesichts der angespannten Geschäftslage hat die Wacker Chemie AG im Oktober unter dem Namen PACE ein Projekt gestartet, um signifikant Kosten im Produktionsumfeld und in der Verwaltung zu sparen. Wie bereits bei der Vorlage der Zahlen zum 3. Quartal angekündigt, werden beim Chemiekonzern mit seinem weltweit größten Produktionsstandort Burghausen (ca. 8.000 Beschäftigte) aktuell entsprechende Maßnahmen erarbeitet. Im Fokus stehen dabei vor allem fixe Herstellkosten.

Wie das Unternehmen mit Konzernzentrale München heute mit einer Pressemitteilung bekanntgab, hat Wacker nun die Zielgröße für die geplanten Einsparungen definiert: Demnach sollen künftig mehr als 300 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Dabei soll die Hälfte der Einsparungen aus einem Personalabbau resultieren. Im Rahmen des geplanten Abbaus sollen weltweit voraussichtlich mehr als 1.500 Stellen wegfallen. Der größte Teil der Stellen soll an den deutschen Standorten des Konzerns abgebaut werden. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Standort Deutschland: "Viel zu hohe Energiepreise und bürokratische Hemmnisse"
„Die Maßnahmen, um unsere Sparziele zu erreichen, werden aktuell erarbeitet“, sagt Wacker Vorstandschef Christian Hartel. „Ziel ist es, durch die Einsparungen unsere Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu senken. So bringen wir Wacker wieder auf Erfolgskurs.“ Gleichzeitig weist Hartel auf die Notwendigkeit wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen hin. „Insbesondere am Standort Deutschland erweisen sich die viel zu hohen Energiepreise und bürokratische Hemmnisse weiterhin als zentraler Bremsklotz für eine erfolgreiche Entwicklung der chemischen Industrie.“

Wie viele andere Unternehmen in der Chemieindustrie steht Wacker wirtschaftlich unter Druck. Bereits bei der Vorlage der Zahlen zum 3. Quartal hatte der Konzern bekanntgegeben, dass das Jahresergebnis 2025 negativ ausfallen wird.

Von: http://www.wacker.com

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Das Werk Burghausen ist mit über 8.000 Beschäftigten weltweit der größte Produktionsstandort der Wacker Chemie und könnte vom geplanten Stellenabbau stark betroffen sein. (Foto: Wacker Chemie AG)

Das Werk Burghausen ist der wichtigste Wacker Produktionsstandort, an dem alle Geschäftsbereiche produzieren. Daneben produzieren am Standort ebenso die Siltronic AG und die Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG. Fünf Hauptrohstoffe sind heute die Basis für die Produktion am Standort: Rohsilicium, Methanol, Ethylen, Essigsäure und Steinsalz. Aus diesen sowie weiteren Roh- und Hilfsstoffen werden über 3.000 verschiedene Produkte hergestellt. (Foto: Wacker)