OMV Konzern erzielt im Gesamtjahr 2025 einen Umsatz in Höhe von 24,3 Mrd. Euro
(04.02.2026)
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von 4,6 Mrd. Euro –Cashflow aus der Betriebstätigkeit von 5,2 Mrd. Euro – Gesamtdividende in Höhe von 4,40 Euro je Aktie vorgeschlagen
Wien/Burghausen. OMV hat heute im Rahmen einer Pressemitteilung die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 bekannt gegeben. Das Unternehmen erzielte ein CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von 4,6 Milliarden Euro und einen den Aktionären zuzurechnenden CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen beträgt 24,3 Milliarden Euro. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit liegt bei 5,2 Milliarden Euro.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Energy belief sich auf EUR 2,7 Milliarden, während sich das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Geschäftsbereich Fuels auf EUR 1,1 Milliarden erhöhte. Im Geschäftsbereich Chemicals wuchs das Operative Ergebnis vor Sondereffekten auf EUR 784 Millionen. Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 5,94. Mit einer Nettoverschuldung von EUR 3,6 Milliarden und einem niedrigen Leverage-Grad von 14 Prozent per Ende 2025 zeichnet sich OMV durch eine weiterhin sehr solide Bilanz aus.
Der OMV Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung eine Gesamtdividende in Höhe von EUR 4,40 je Aktie vor, bestehend aus einer regulären Dividende von EUR 3,15 je Aktie sowie einer zusätzlichen Dividende von EUR 1,25 je Aktie. OMV steigert somit über einen Zeitraum von vier Jahren die reguläre Dividende um mehr als 30 Prozent. Damit bestätigt OMV eine attraktive Dividendenpolitik und schlägt zugleich im vierten Jahr in Folge eine zusätzliche Dividende vor.
Das Effizienzprogramm zeigt einen sehr positiven Effekt auf den operativen Cashflow mit über EUR 350 Millionen seit Beginn. Wie bereits angekündigt, wird über die gesamte Laufzeit ein positiver Beitrag von EUR 500 Millionen bis Ende 2027 erwartet.
Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO: „OMV hat im Geschäftsjahr 2025 in einem sehr herausfordernden Marktumfeld solide gewirtschaftet. Wir haben erneut bewiesen, wie robust unser integriertes Geschäftsmodell ist. Ein wichtiger strategischer Meilenstein ist die weit fortgeschrittene Formierung der Borouge Group International, mit der wir, gemeinsam mit unserem langjährigen Partner ADNOC, einen globalen Polyolefin-Champion schaffen. Das Gasentwicklungsprojekt Neptun Deep, das OMV Petrom in Rumänien planmäßig vorantreibt, wird maßgeblich zur Energiesicherheit in Europa beitragen. OMV kann damit künftig auf das stärkste Gasportfolio in der Unternehmensgeschichte aufbauen. Mit der Inbetriebnahme unserer ReOil-Anlage in Schwechat sowie der in Bau befindlichen 140 Megawatt-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha haben wir innovative, nachhaltige Initiativen angestoßen. Gleichzeitig haben wir einen starken operativen Cashflow in einem volatilen Markt erwirtschaftet, der unsere attraktive Dividendenpolitik untermauert und uns finanziellen Spielraum für die nächsten Schritte in unserer Transformation gibt. OMV entwickelt sich konsequent in Richtung eines zukunftsfähigen, integrierten Unternehmens für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien.“
Energy
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank 2025 um 29 Prozent auf EUR 2,7 Milliarden. Ursächlich dafür waren vor allem negative Markteffekte und das Fehlen von positiven Einmaleffekten aus 2024 aus dem Gas Marketing & Power Geschäft. Das Exploration & Production (E&P) Geschäft wurde durch geringere Ölpreise sowie Wechselkursentwicklungen beeinträchtigt. Gestiegene Gaspreise konnten dies teilweise kompensieren. Geringere Liftings in Norwegen und die fehlenden Verkaufsmengen der veräußerten malaysischen Assets beeinflussten das Ergebnis zusätzlich. Ausgeglichen wurde dies teilweise durch eine stabile Produktion: Der Produktionsrückgang im Jahr 2025 betrug – bereinigt um den Verkauf von SapuraOMV in Malaysia – lediglich 2 Prozent. Zusätzlich kompensierend wirkten niedrigere Abschreibungen in Neuseeland, höhere Liftings in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Libyen sowie deutlich reduzierte operative Kosten.
Fuels
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich um 20 Prozent auf EUR 1,1 Milliarden, getragen von höheren Raffinerie-Referenzmargen. 2025 stieg der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien geringfügig auf 89 Prozent. Die höhere Auslastung der Raffinerie Schwechat im Jahr 2025 kompensierte die negativen Effekte sowohl des geplanten Stillstands in Petrobrazi als auch der Coker-Reparaturen in Burghausen im Jahr 2025 deutlich. Mit 16,4 Millionen Tonnen lagen die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa leicht über dem Niveau des Vorjahres. Das Ergebnis des Retail-Geschäfts stieg vor allem aufgrund verbesserter Kraftstoffmargen, höherer Verkaufsmengen infolge der Akquisition von Tankstellen in Österreich und der Slowakei sowie einer positiven Entwicklung des Non-Fuel-Geschäfts. Der Beitrag von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading erhöhte sich 2025 auf EUR 101 Millionen, bedingt vor allem durch höhere Raffinerie-Referenzmargen.
Chemicals
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg 2025 um 71 Prozent auf EUR 784 Millionen, hauptsächlich infolge der Umgliederung der Borealis Gruppe. Zusätzliche Unterstützung kam von verbesserten Olefinmargen. Der Beitrag des OMV Basischemikaliengeschäfts stieg erheblich, hauptsächlich aufgrund verbesserter Olefin-Referenzmargen. Der Auslastungsgrad der europäischen Steamcracker, die von OMV und Borealis betrieben werden, war mit 82 Prozent um 2 Prozentpunkte unter der Vorjahresperiode, lag aber immer noch rund 10 Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt.
Kennzahlen im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Geschäftsjahr 2024
Konzern
- Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen von EUR 24,31 Mrd, Rückgang um 7 %
- CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 4,61 Mrd, Rückgang um 10 %
- Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 1,94 Mrd, Rückgang um 7 %
- CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 5,94, Rückgang um 7 %
- Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital-Positionen von EUR 4,49 Mrd, Rückgang um 15 %
- Cashflow aus der Betriebstätigkeit von EUR 5,2 Mrd, Rückgang um 4 %
Energy
- Durchschnittlicher Brent-Preis von USD 69,11/bbl, Rückgang um 14 %
- Durchschnittlich realisierter Erdgaspreis von EUR 30,31/MWh, Anstieg um 21 %
- Kohlenwasserstoffproduktion von 305 kboe/d, Rückgang um 10 %
- Produktionskosten von USD 10,6/boe, Anstieg um 7 %
- Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 2,7 Mrd, Rückgang um 29 %
Fuels
- OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa bei USD 10,10/bbl
- OMV Raffinerieauslastungsgrad Europa bei 89 %, Anstieg um 2 Prozentpunkte
- Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa von 16,39 Mio t, leicht gestiegen
- CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1,1 Mrd, Anstieg um 20 %
Chemicals
- Ethylen-Referenzmarge Europa bei EUR 569/t, Anstieg um 13 %
- Propylen-Referenzmarge Europa bei EUR 445/t, Anstieg um 16 %
- Polyethylen-Referenzmarge Europa bei EUR 461/t, Anstieg um 7 %
- Polypropylen-Referenzmarge Europa bei EUR 361/t, Rückgang um 10 %
- OMV Steamcracker-Auslastungsgrad bei 82 %, Rückgang um 2 Prozentpunkte
- Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 784 Mio, Anstieg um 71 %
Ausblick 2026
- Organische Investitionsaufwendungen des OMV Konzerns geplant bei rund EUR 3,2 Mrd
- Durchschnittlicher Brent-Preis bei rund USD 65/bbl erwartet
- Erwartete Kohlenwasserstoffproduktion von OMV leicht unter 300 kboe/d - vorausgesetzt die Geschäftstätigkeit in Libyen verläuft ohne Einschränkungen
- Durchschnittlicher realisierter Gaspreis unter EUR 30/MWh prognostiziert, bei einer THE-Preisprognose von über EUR 30/MWh
- OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa voraussichtlich bei rund USD 8/bbl
- Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien über 90 % erwartet
- Erwarteter Steamcracker-Auslastungsgrad voraussichtlich bei rund 90 %
OMV Konzernbericht 2025 hier.
Über OMV
OMV wandelt sich zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien. OMV strebt an, bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von EUR 24 Milliarden und beschäftigte rund 22.300 Mitarbeiter weltweit. Zu den strategischen Mehrheitsbeteiligungen von OMV gehören Borealis mit 75 Prozent und OMV Petrom mit 51,2 Prozent. OMV Aktien werden an der Wiener Börse (OMV) sowie in den USA an der OTCQX (OMVKY, OMVJF) gehandelt. Weitere Informationen auf www.omv.com.
Von: http://www.omv.com
Die OMV-Raffinerie Burghausen spielt als Herzstück der OMV in Deutschland eine zentrale Rolle. Sie agiert im strategischen Raffinerieverbund der OMV neben den beiden anderen Standorten Schwechat bei Wien und Petrobrazi in Rumänien. Burghausen hat eine jährliche Verarbeitungskapazität von rund 3,8 Mio Tonnen Rohöl. (Foto: Kerscher/WiföG)