Dr. Hartel: „Ohne preiswerte Energie lässt sich die Deindustrialisierung in Deutschland nicht aufhalten“
(12.02.2026)
Wacker-Vorstandschef drängt in SZ-Bericht immer vehementer auf günstige Strom-Preise – Herausragendes Beispiel für energieintensive Produktion: Wacker-Standort Burghausen
Burghausen/München. Wacker-Vorstandschef Dr. Christian Hartel hat in einem aktuellen Beitrag der Süddeutschen Zeitung die „Energiepreisfrage als Standortfrage schlechthin“ bezeichnet und der SZ einen Einblick in die energieintensive Produktion am Standort Burghausen ermöglicht. Ohne preiswerte Energie lasse sich die Deindustrialisierung in Deutschland nicht aufhalten, „die sehen wir ja schon“.
Eine Redakteurin der Wirtschaftsredaktion der Süddeutsche Zeitung hatte am vergangenen Wochenende das größte Werk der Wacker Chemie AG in Burghausen besucht. Die Journalistin aus München machte sich in Burghausen ein Bild davon, was energieintensive Produktion bei Wacker Chemie bedeutet, wie die Wertschöpfungskette vom Rohsilicium bis zu High-End-Chips aussieht und warum ein wettbewerbsfähiger Strompreis für Wacker existenziell ist.
In dem SZ-Beitrag „Unternehmen wie die Wacker Chemie brauchen viel Energie. Ein Besuch im Werk Burghausen, wo das Chemieunternehmen Polysilizium für Halbleiter herstellt“ informiert Wacker-Vorstandschef Dr. Christian Hartel: „In jedem zweiten Chip auf der Welt steckt Polysilizium aus Burghausen“. Und dass niemand so reines Polysilizium herstellt wie der Konzern aus Bayern. Mit den Rahmenbedingungen in Deutschland ist er unzufrieden, vor allem mit den Preisen für Energie. Für Wacker sei das der größte Kostenblock. „Ohne Energie geht gar nichts.“
Es gehe ihm um mehr als Wacker, es gehe auch um Europa. Es gehe um Lieferketten, Resilienz und Abhängigkeiten. Für ihn ist die Standortfrage eine Energiepreisfrage schlechthin. „Energie ist in Europa zu teuer.“ Hartels Formel ist so einfach wie eingängig, für ihn ist sie die Formel, um die wirtschaftlichen Probleme in Deutschland zu lösen: „Energie ist Wohlstand.“ Ohne preiswerte Energie lasse sich die Deindustrialisierung in Deutschland nicht aufhalten, „die sehen wir ja schon“.
Wacker erhielt 2023 rund 183 Mio. Euro Strompreiskompensation vom Bund
Wie die SZ weiter berichtet: Über die Strompreiskompensation (SPK), mit der der Bund stromintensive Firmen von den indirekten Kosten des EU-Emissionshandels entlastet, weil Energieversorger ihre Kosten für die Verschmutzungsrechte auf die Abnehmer abwälzen, „bekam keine andere Firma 2023 vom Bund mehr Geld als Wacker: rund 183 Millionen Euro. „Aber es gibt auch keine andere Firma, die so einen energieintensiven Prozess wie die Herstellung von Polysilizum betreibt“, sagte Hartel gegenüber der SZ.
Zum kompletten Artikel der SZ: "Energie ist Wohlstand" - wo Wacker Chemie den meisten Strom braucht