Siltronic gibt Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bekannt
(12.02.2026)
Konzernumsatz bei einem erwarteten Wechselkurs von EUR/USD 1,18 im mittleren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahr erwartet – Belastungen durch ungünstige Wechselkurse, rückläufiges 200 mm Geschäft, anhaltenden Preisdruck außerhalb der Langfristverträge sowie die SD Schließung
München/Burghausen. Die Siltronic AG (SDAX/TecDAX: WAF) hat am 12. Februar per Ad-Hoc-Mitteilung die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 veröffentlicht. Der Vorstand rechnet für 2026 weiterhin mit einem anspruchsvollen Marktumfeld, geprägt von negativen Wechselkurseffekten sowie einem anhaltenden Preisdruck außerhalb von bestehenden Langfristverträgen.
Während die Endmärkte für 300 mm-Wafer wachsen, erwartet Siltronic im laufenden Jahr einen Rückgang bei 200 mm-Wafern infolge eines verstärkten Lagerabbaus bei Kunden im Power-Bereich. Zusätzlich wirkt sich die Schließung der SD‑Linie erstmals über das gesamte Geschäftsjahr aus. Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand von einem Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem Vorjahr aus (2025 vorläufig: 1.347 Mio. Euro) und rechnet dabei mit einem verhaltenen Start in das Jahr.
Am Siltronic-Standort Burghausen sind ca. 1.500 Mitarbeiter mit der Herstellung, dem Vertrieb, dem weltweiten Versand und mit der Weiterentwicklung der innovativen Scheiben mit einem Durchmesser bis 300 mm beschäftigt.
Der Prognose liegt ein Wechselkurs von EUR/USD 1,18 zugrunde (Vorjahr: EUR/USD 1,13). Auf einer vergleichbaren Basis, d.h. ohne Wechselkurseffekte und der SD-Schließung, wird der Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres erwartet. „2026 bleibt ein Jahr mit Gegenwind, auch wenn die KI-getriebenen Endmärkte unser 300 mm-Volumen klar antreiben. Die positive Entwicklung im Memory-Bereich kommt allerdings noch nicht vollständig in der Waferindustrie an: Viele unserer Kunden profitieren derzeit von hohen Preisen, sind aber zugleich kapazitätsbeschränkt – und diese Engpässe bremsen auch das Wachstum in einzelnen Endmärkten, wie zum Beispiel Smartphones und PCs“, erklärt Dr. Michael Heckmeier, Vorstandsvorsitzender der Siltronic AG. Die EBITDA-Marge wird in einem Korridor von 20 bis 24 Prozent (2025 vorläufig: 23,5 Prozent) erwartet.
Wie Siltronic bereits kommuniziert hat, werden die planmäßigen Abschreibungen in 2026 aufgrund der Investitionen im 300 mm-Bereich signifikant ansteigen. Der Vorstand rechnet mit einer Bandbreite zwischen 490 und 520 Mio. Euro. In der Folge wird das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich unter dem Vorjahresniveau (2025 vorläufig: -26 Mio. Euro) liegen.
Die Investitionen werden erneut substanziell reduziert und zwischen 180 und 220 Mio. Euro erwartet (2025 vorläufig: 369 Mio. Euro). Da die Auszahlungen für Investitionen dieses Niveau spürbar überschreiten werden, wird der Netto-Cashflow voraussichtlich in der Größenordnung des Vorjahres liegen (2025 vorläufig: -85 Mio. Euro).
Der vollständige und geprüfte Geschäftsbericht 2025 erscheint am 12. März 2026.