„Es grummelt gewaltig in der Region“: Hochkarätige Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung zur Zukunft der Chemieregion

(18.03.2026)

KAB-Sozialforum am Dienstag, 21. April im Bürgersaal in Burghausen – Vor dem Hintergrund von Stellenabbauten im Bayerischen Chemiedreieck bei Wacker und im Chemiepark Gendorf

Burghausen. Die angekündigten Stellenstreichungen bei Wacker Chemie sorgen seit Wochen für große Unruhe im bayerischen Chemiedreieck. Rund 1500 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden – ein Schritt, der insbesondere den Stammsitz in Burghausen und damit die gesamte Region betreffen könnte. „Es grummelt gewaltig in der Region“, stellen Jasmin Geltinger, KAB und DGB- Kreisvorsitzende von Altötting, sowie KAB-Kreisvorsitzender Martin Antwerpen fest.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Burghauser Sozialforum am Dienstag, 21. April, ab 18.30 Uhr im Burghauser Bürgersaal der Frage, welche Folgen der Strukturwandel für Wirtschaft, Gesellschaft und die Menschen vor Ort haben wird. Das Organisationsteam hat den Abend unter das Motto „Wenn die Chemie hustet, krankt die ganze Region!?“ gestellt.

Im Bayerischen Chemiedreieck mit Unternehmen in den Landkreisen Altötting, Mühldorf und Traunstein mit den wichtigsten Standorten Burghausen, Burgkirchen, Trostberg und Waldkraiburg arbeiten rund 25.000 Menschen in der Industrie und nochmals dieselbe Zahl in Zulieferbetrieben. Viele Familien sind seit Generationen mit dem Unternehmen verbunden. „Die Zukunftsperspektiven werden jedoch zunehmend mit Sorge betrachtet. Neben dem geplanten Stellenabbau bei Wacker hat bereits die Schließung des PFAS-Produzenten Dyneon in Gendorf zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten geführt“, sagt KAB-Diözesansekretärin Monika Wagmann. Die möglichen Folgen reichen weit über die Unternehmen hinaus. Steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Kaufkraft und geringere Gewerbesteuereinnahmen könnten die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region beeinträchtigen.

Das Sozialforum möchte deshalb Raum für Austausch und Diskussion bieten. „Wir wollen hinter die aktuellen Entwicklungen blicken und gemeinsam überlegen, welche Aufgaben jetzt auf uns zukommen. Gewerkschaften, Wirtschaft, Politik und auch die Kirche sind gefordert“, so Wagmann. Als Gäste des Podiumsgesprächs haben bislang zugesagt: Dr. Peter von Zumbusch, Werkleiter der Wacker Chemie AG in Burghausen, Florian Schneider, Bürgermeister der Stadt Burghausen, und Günter Zellner, Bezirksleiter der IGBCE Altötting im Chemiedreieck. Die Moderation der Podiumsdiskussion übernimmt KAB-Diözesanvorsitzende Angelika Görmiller. Eine große Diskussionsrunde soll sich anschließen.

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„Wenn die Chemie hustet, krankt die ganze Region!?“ – Vor dem Hintergrund von massiven Stellenabbauplänen der Wacker Chemie (im Bild das Chemie- und Raffineriegebiet Burghausen mit dem weltweit größten Produktionsstandort von Wacker) wird dieser Sachverhalt am Dienstag, 21. April im Burghauser Bürgerhaus öffentlich diskutiert. (Foto: Kerscher/WiföG)