H2-Reallabor Burghausen: Update für Ministerium und Politik
(23.07.2026)
Staatssekretärin im BMFTR und MdB Mayer informierten sich über den Stand des Projekts „H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria“
Burghausen. Bei der Reallabor Burghausen gGmbH informierten sich kürzlich die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert sowie der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer über aktuelle Aspekte und Entwicklungen des „Innovation-Ökosystems Burghausen mit dem Campus Burghausen der TH Rosenheim und dem H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria“.
Das im April 2023 gestartete H2-Reallabor-Projekt hat die Entwicklung neuer Technologien zum Ziel, um Wasserstoff als stoffliche Basis in der chemischen Industrie zu nutzen. Gefördert wird das bis März 2027 laufende Projekt durch das Bundesministerium für Forschung, Raumfahrt und Technologie (BMFTR) mit insgesamt über 45 Millionen Euro, das Gesamtbudget liegt bei über 60 Mio. Euro.
Dr. Christian Hackl, Geschäftsführer der Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria gGmbH und Gesamtkoordinator des H2-Reallabors gab einen Überblick über das Projekt für die beiden Bundestagsabgeordneten sowie die weiteren Teilnehmer, unter ihnen Altöttings Landrat Dr. Tobias Windhorst sowie Bezirksrätin Gisela Kriegl. Im Fokus standen dabei erste Ergebnisse aus den insgesamt acht Arbeitspaketen des Projekts, den mittlerweile installierten Labor-Containern und dem beginnenden Transfer der Technologien in die Produktionsprozesse der beteiligten Projektpartner aus der Industrie. Auch das Konzept für die Phase 2 des H2-Reallabor-Projekts wurde erläutert und Möglichkeiten für eine Anschlussförderung diskutiert.
Für die Projektpartner des Projekts H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria informierten Dr. Marcus Schäfer (Vice President Process Development & Excellence der Wacker Chemie AG), Prof. Dr. Dominik Pentlehner (Dekan der Fakultät CTW des Campus Burghausen der Technischen Hochschule Rosenheim) und Dr. Sebastian Fendt (TUM, Lehrstuhl für Energiesysteme, und wissenschaftlicher Koordinator des Projekts).
Dr. Hackl zeigte sich besonders erfreut, dass sich die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, persönlich vor Ort in Burghausen über den aktuellen Stand und die Entwicklung des H2-Reallbor-Projekts informieren ließ und bedankte sich abschließend bei MdB Stephan Mayer für die Möglichkeit, die aktuellen Entwicklungen rund um das „Innovation-Ökosystem Burghausen“ präsentieren zu können.
H2-Reallabor „Blaupause für die Chemieindustrie“
Die Parlamentarische Staatssekretärin, Frau Dr. Launert, zollte Respekt für die bisherigen Ergebnisse des H2-Reallabors Burghausens und bekräftigte deren hohe Relevanz für eine wettbewerbsstarke und zukunftsfähige Industrie in Deutschland: „Das H2-Reallabor Burghausen zeigt eindrucksvoll, wie Forschung und ansässige Industrie Hand in Hand innovative Lösungsansätze entwickeln und erproben können. Damit wird hier der Weg der chemischen Industrie in die klimaneutrale und erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft geebnet – eine Blaupause für die Chemieindustrie.“
MdB Mayer für Anschlussförderung des Reallabors
MdB Stephan Mayer betonte die Bedeutung des H2-Reallabors Burghausen für die lokale chemische Industrie in der Region, aber auch darüber hinaus: „Das Wasserstoff-Reallabor ist ein großes Erfolgsmodell, da es in einzigartiger Weise kommunale Partner, wichtige Wirtschaftsunternehmen sowie starke Wissenschaftseinrichtungen miteinander vereint und entscheidende Impulse für den Transformationsprozess der chemischen Industrie hin zur Klimaneutralität gibt. Ich werde mich daher nachdrücklich bei der Bundesregierung dafür einsetzen, dass es eine Anschlussförderung über den März des kommenden Jahres 2027 hinaus gibt.“
mko
Das Projekt H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria (H2 steht für Wasserstoff) wird mit über 45 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung im Zeitraum von April 2023 bis März 2027 gefördert: Damit sollen neue Technologien entwickelt und zur Marktreife geführt werden, um Wasserstoff insbesondere als stoffliche Basis in der chemischen Industrie zu nutzen.
www.reallabor-burghausen.de/h2-reallabor/
Reallabor Burghausen - ChemDelta Bavaria gGmbH: Die Gesamtleitung des Projekts H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria liegt bei der Reallabor Burghausen - ChemDelta Bavaria gGmbH, die 2021 von der Stadt Burghausen, dem Landkreis Altötting sowie sechs weiteren Gesellschaftern aus der Chemieindustrie und der Logistik als gemeinnützige Gesellschaft gegründet wurde, um innovative und nachhaltige Lösungen für die Transformation der Region ChemDelta Bavaria hin zur Wasserstoffwirtschaft zu erforschen.
www.reallabor-burghausen.de
ChemDelta Bavaria: Das bayerische Chemiedreieck im südöstlichen Oberbayern gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des High-Tech-Standorts Bayern und zu den bedeutenden Chemieregionen Europas. Die rund 25 Unternehmen der chemischen Industrie beschäftigen direkt mehr als 20.000 Menschen und erwirtschaften ein Gesamtumsatzvolumen von rund 12 Mrd. Euro. Das entspricht rund 50 Prozent aller Chemiebeschäftigten in Bayern und über sechs Prozent des deutschen Chemieumsatzes.
www.chemdelta-bavaria.de
H2-Reallabor-Update für Ministerium, Bundes- und Kommunalpolitik: (v. li.) Reallabor-Gesamtprojektleiter Dr. Christian Hackl, BMFTR-Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB Stephan Mayer, Landrat Dr. Tobias Windhorst, Prof. Dr. Dominik Pentlehner (TH Rosenheim), Dr. Sebastian Fendt (TUM) sowie Dr. Marcus Schäfer (Wacker Chemie). (Foto: Reallabor Burghausen)