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02.04.2019 - Wacker: Zweistelliger Millionenbetrag für Kraftwerks-Modernisierung
Die neue Gasturbine für das Kraftwerk von WACKER bei der Ausladung am Hafen in Passau.

Die neue Gasturbine für das Kraftwerk von WACKER bei der Ausladung am Hafen in Passau.

Hoher Eigenanteil der Energieversorgung von 50 Prozent am weltweit größten Wacker-Produktionsstandort in Burghausen gerade in Zeiten steigender Energiepreise und laufender Diskussionen über die Energieversorgung und Trassenführung der Zukunft maßgeblich zur Versorgungsicherheit bei. (Foto: Wacker Chemie AG)

Hoher Eigenanteil der Energieversorgung von 50 Prozent am weltweit größten Wacker-Produktionsstandort in Burghausen gerade in Zeiten steigender Energiepreise und laufender Diskussionen über die Energieversorgung und Trassenführung der Zukunft maßgeblich zur Versorgungsicherheit bei. (Fotos: Wacker Chemie AG)

Neue hocheffiziente Gasturbine sorgt für klimaschonende und nachhaltig stabile Stromversorgung bei WACKER in Burghausen -

Burghausen.
Am Freitag, 5. April trifft die aufsehenerregende, 214 Tonnen schwere neue Gasturbine an der Südpforte des WACKER-Werks Burghausen ein. Nach erfolgtem Einbau sorgt sie zukünftig als neues Herzstück des standorteigenen Gas- und Dampfkraftwerks (GuD) nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für noch weniger Treibhausgasemissionen. Sie garantiert eine klimaschonende und nachhaltige Energieversorgung für das Werk Burghausen.

„Die Wacker Chemie AG investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung des Kraftwerks und ermöglicht damit in Zukunft eine noch umweltfreundlichere Energieversorgung des Werks. Dabei trägt der hohe Eigenanteil der Energieversorgung von 50 Prozent an unserem weltweit größten Produktionsstandort gerade in Zeiten steigender Energiepreise und laufender Diskussionen über die Energieversorgung und Trassenführung der Zukunft maßgeblich zur Versorgungsicherheit bei“, erklärt Werkleiter Dr. Dieter Gilles.

Bereits seit 2001 beliefert das Gas- und Dampfkraftwerk den Standort Burghausen der Wacker Chemie AG zuverlässig mit Strom und Dampf. Es arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärmekopplung. Die heißen Abgase der Gasturbinen werden in einen nachgeschalteten Dampfkessel mit zwei angeschlossenen Dampfturbinen geleitet. Die Effizienz des Kraftwerks wird damit erheblich gesteigert. Mit der neuen 130 MW leistenden Gasturbine wird künftig der außerordentlich hohe Brennstoffnutzungsgrad von mehr als 86 Prozent erreicht. Die Inbetriebnahme wird im ersten Quartal 2020 erfolgen.

„Mit dieser technischen Erneuerung verringern wir den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) im Vergleich zum derzeitigen öffentlichen Strommix jedes Jahr um rund 300.000 Tonnen. Die Emissionen von Stickoxiden (NOx)-emissionen senken wir durch eine verbesserte Abgastechnik ebenfalls um etwa 30 Prozent“, erläutert Johann Eibl, Leiter der Energie- und Medienversorgung bei WACKER in Burghausen.

Die Gasturbine wurde im französischen Belfort montiert. Von dort reiste die Kraftmaschine zunächst auf französischen Straßen bis Strasbourg und gelangte dann per Binnenschiff auf dem Rhein-Main-Donau Kanal nach Passau. Über mehrere Tage transportiert ein insgesamt 64 Meter langer Spezialtrailer mit zwei Zugmaschinen und einem zusätzlichen, schiebenden Lkw den mehr als 214 Tonnen schweren Koloss von der Dreiflüsse-Stadt nach Burghausen.

Damit der Schwertransport seinen Bestimmungsort erreichen kann, müssen auch im Stadtgebiet Burghausen zahlreiche Verkehrsinseln, Schilder und Ampeln abgebaut werden. Um die Einfahrt des fast sieben Meter hohen Gespanns auf das WACKER-Werkgelände zu ermöglichen, werden die Fahrradschleusen vorübergehend entfernt und die Pforte Süd hydraulisch angehoben. Geplant ist, dass die neue Gasturbine am Freitag, 5. April 2019 auf dem Werkgelände ankommt.

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