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21.12.2018 - 3. Studiengang Chemtronik: Campus Burghausen stellt Weichen für die Zukunft
Auch baulich werden die Weichen für die Erweiterung gestellt: Der 8,5 Millionen Euro teure Bau des zweiten Gebäudes des „Campus Burghausen“ an der Marktler Straße schreitet voran. Aktuell noch im Rohbau wird es im Herbst 2019 fertig sein. Schließlich sollen die Studenten, die hier im Oktober 2019 ihr Studium aufnehmen, dort schon lernen können. (Foto: KommExpert)

Auch baulich werden die Weichen für die Erweiterung gestellt: Der 8,5 Millionen Euro teure Bau des zweiten Gebäudes des „Campus Burghausen“ an der Marktler Straße schreitet voran. Aktuell noch im Rohbau wird es im Herbst 2019 fertig sein. Schließlich sollen die Studenten, die hier im Oktober 2019 ihr Studium aufnehmen, dort schon lernen können. (Foto: KommExpert)

Konzept zur Akkreditierung wird aktuell im bayerischen Wissenschaftsministerium in München vorgelegt -

Burghausen.
Für den Campus Burghausen der Technischen Hochschule Rosenheim laufen derzeit  die Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Weichen für den dritten Studiengang – Chemtronik – ab dem Wintersemester 2019/20 zu stellen. Das Konzept zur Akkreditierung wurde nun im bayerischen Wissenschaftsministerium in München vorgelegt.

Rund 100 Studierende haben sich im dritten Jahrgang eingeschrieben. Damit liegt die Zahl der Anfänger in etwa gleichauf mit dem ersten und dem zweiten Jahrgang. Allerdings habe sich der Interessenschwerpunkt mit rund 60 Prozent klar in Richtung Chemie und den konkreten Studiengang zum Chemieingenieur verlagert, betont Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad, Chefin der jungen Hochschule in Burghausen, was aber dem weiteren Ausbau und der Profilierung des Betriebswirtschaftsstudiengangs am Standort kein Gewicht nimmt.

Aktuell rund 250 Studierende
Seit dem Start vor zwei Jahren hat sich zwar der erste Jahrgang mittlerweile etwas ausgedünnt, dies aber auf durchaus üblichem Niveau. Die Gesamtzahl der Studierenden liegt bei aktuell rund 250 und damit durchaus im Korridor der erwarteten Größenordnung. Erfreulich gut entwickelt habe sich außerdem der Anteil der Frauen an den Studiengängen - mit über 30 Prozent, freut sich Prof. Bolzern-Konrad: „Ein guter Schnitt für eine Technische Hochschule.“

Das alle Erwartungen übertreffende Wachstum im Studiengang „Chemieingenieurwesen“ werten sowohl Prof. Bolzern-Konrad als auch Burghausens Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer der Campus GmbH Anton Steinberger ausgesprochen positiv. Das belege, dass man den richtigen Kurs eingeschlagen habe. Hier sei der Wirtschafts- und Hochschulstandort Burghausen auf dem besten Weg, ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Bildungslandschaft zu erwerben mit einer Hochschulausbildung ganz nah am Bedarf und Fortschritt in der Chemischen Industrie, wie er sich nicht nur bei Wacker in Burghausen, sondern auch in den zahlreichen weiteren weltweit operierenden Unternehmen der Region spiegele.

Dennoch soll Betriebswirtschaft mit dem optionalen Schwerpunkt Technologie nicht in den Hintergrund treten, sondern Synergien aus der Nähe zur modernen Industrie ermöglichen.

Studienpläne in enger Absprache mit Industrie und HighTech-Umfeld
Dabei hatten die politischen Vorgaben für den neuen Campus in Burghausen ursprünglich ganz anders gelautet: Auf den Angeboten in IT und Wirtschaftsingenieurwesen sollte der Fokus liegen. Entwickelt wurden die aktuellen Studienpläne, ihre Umsetzung und auch ihre Fortschreibung allerdings nicht am „grünen Tisch“, sondern stets in enger Absprache mit den Praktikern aus der weltmarktorientierten Industrie und aus dem HighTech-Umfeld im Mittelstand.

Diese bewährte Praxis soll auch die Zukunft des Campus Burghausen, der mittelfristig rund 500 bis 700 Studierende aufnehmen soll, bestimmen. Spätestens in fünf Jahren soll kein Studierender, der seine Zukunft in der Verfahrenstechnik in der Chemischen Industrie sieht, mehr am Campus Burghausen vorbei kommen, betont Anton Steinberger. Die Planungen und Arbeiten an den notwendigen Gebäuden und Laboren sind bereits in die Wege geleitet und liegen im Plan.

Als positive Standortkriterien werten Anton Steinberger und Prof. Bolzern-Konrad außerdem die lange Tradition der Chemischen Industrie in der Region, die Verankerung dieser Branche in der Gesellschaft und das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen dem Gedeihen der Branche und dem regionalen Wohlstand.

„Chemtronik“ zum Wintersemester 2019/2020
Synergieeffekte wollen nun die Planer der Hochschule sowohl mit Blick auf den Ausbau des Studienangebots, aber auch mit Blick auf Wirtschaft und Gesellschaft in der Region voranbringen. Der für den Start zum kommenden Wintersemester geplante Studiengang „Chemtronik“ wird sich auf die Vernetzung von Verfahrenstechnik, Elekrotechnik, Steuerungs-, Mess- und Regeltechnik sowie Digitalisierung konzentrieren, während der angehende Chemieingenieur sich neben der Verfahrenstechnik auf den Anlagenbau und die stoffliche Umsetzung konzentriert.

„Industrie 4.0“ und Digitalisierung sind nur zwei plakative Schlagwörter, um die technologische Weiterentwicklung in der Prozessindustrie zu beschreiben, auf die sich der neue Studiengang Chemtronik ausrichtet. „Wir werden hier nicht nur die gesuchten Fachkräfte für die Unternehmen in der Region ausbilden, sondern auch für Chemiestandorte letztendlich in ganz Europa“, erklärt Anton Steinberger.

Erschwingliches Wohnen in Burghausen im Vergleich zu den großen Hochschulstädten in Deutschland und Österreich, aber auch die Belebung Burghausens durch die jungen Studierenden sind weitere positive und kalkulierbare Aspekte.

Auch das Potenzial für „Startups“, für junge Unternehmen, die aus neuen Ideen und Geschäftsmodellen der jungen Technischen Hochschule erwachsen, bleibt im Fokus der Planer. Auch hier will Burghausen ausreichend Platz bieten. Und wenn es notwendig ist, auch Möglichkeiten zur Anschub-Finanzierung bieten. „Wir haben hier schon vor über 15 Jahren Erfahrungen mit der AUBG, der Altöttinger Unternehmensbeteiligungsgesellschaft gesammelt“, erinnert Anton Steinberger.

Nächster Studiengang „Materialchemie“ in Konzeptionsphase
Im Konzept sei auch der nächste Studiengang, „Materialchemie“ durchdacht und angelegt. Bei optimalem Verlauf der Vorbereitungen will man in zwei bis drei Jahren damit an den Start gehen. „Bis dann werden auch die Konzepte für Masterstudiengänge in den technischen Bereichen sowie in angrenzenden Feldern der Betriebswirtschaft eigenständig oder in Kooperation gediehen sein und den Studierenden angeboten werden“, ergänzt Prof. Bolzern-Konrad.ede

Details zu den Studiengängen und Chancen am Campus Burghausen gibt es im Internet unter www.campus-burghausen.de. Schnuppertag und Infoveranstaltung: 15. Januar; Tag der offenen Tür ist am 18. Mai 2019.

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