H2-Reallabor Burghausen „Gamechanger“ für Chemie

(17.04.2024)

Bayerische Politiker und ChemDelta-Verantwortliche betonen internationales Potential des Wasserstoff-Forschungsprojekts

Burghausen. Die anwendungsorientierte Grundlagenforschung des Projekts H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria sehen die bayerische Politik und das Chemiedreieck als potentiellen „Gamechanger“, um klimaneutralen Wasserstoff als Basis für chemische Stoffe nutzen zu können – und das sogar in der globalen Chemieindustrie.   

Die Koordination des Projekts, gefördert mit aktuell bereits über 40 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, erfolgt von Burghausen aus. Dr. Christian Hackl und Anton Steinberger, die beiden Geschäftsführer der „Reallabor Burghausen - ChemDelta Bavaria gGmbH“, nahmen den Besuch von Tobias Gotthardt, Staatssekretär im bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (STMWi) und Landtagsabgeordneter, sowie des Landtagsabgeordneten und CSU-Generalsekretärs Dr. Martin Huber zum Anlass, um über das Projekt und seine Ziele zu informieren. Zusammen mit Burghausens 1. Bürgermeister Florian Schneider, der stellvertretenden Altöttinger Landrätin Ingrid Heckner sowie Dr. Peter von Zumbusch (Werkleiter Wacker Chemie Burghausen) und Dr. Bernhard Langhammer (Initiativen-Sprecher ChemDelta Bavaria), tauschten sich die Besucher über die Ziele und die Bedeutung des H2-Projekts aus.

Ziemlich genau vor einem Jahr ist das Projekt „H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria“ angelaufen und wird bis März 2027 dauern. 35 Projektpartner, darunter Forschende von zwölf Lehrstühlen und sechs Fachrichtungs-Professuren der Hochschulen TU München, TH Rosenheim und OTH Regensburg sowie von Partnerfirmen aus der Industrie und zwei Forschungseinrichtungen sind beteiligt. Das Projekt stehe für „anwendungsorientierte Grundlagenforschung“, so Dr. Hackl. Der schnelle Transfer der Erkenntnisse in die Praxis stehe im Vordergrund. Man könne die Gelder für die Forschungsarbeit nützen und die vorhandene Infrastruktur der Partner an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der Industrie. Eines der Ziele sei auch die technologische Marktführerschaft für den Chemiestandort Deutschland.

MdL Dr. Martin Huber folgerte daraus: „Die Ergebnisse des Burghauser H2-Reallabors können zum Gamechanger für die weltweite chemische Industrie werden.“ Staatssekretär Gotthardt zeigte sich beeindruckt von Umfang und Bedeutung des Burghauser H2-Verbundvorhabens und betonte: „Wir werden dafür auch in München gewohnte Raster und Denkmuster durchbrechen müssen, um sowohl das Forschungsprojekt als auch den Wissenschaftsstandort Burghausen Ministerien übergreifend weiter unterstützen zu können.“

Im Anschluss besuchten Staatssekretär Gotthardt und seine Referentin Dr. Maika Gruber noch das nahe gelegene Werk der Wacker Chemie AG. Hier ging es um das Thema Energie an Bayerns größtem Chemie-Standort.

Das Projekt H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria (H2 steht für Wasserstoff) wird mit aktuell über 40 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das ihm angeschlossene FONA „Forschung für Nachhaltigkeit“ (Eine Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung) im Zeitraum von April 2023 bis März 2027 gefördert: Damit sollen neue Technologien entwickelt und zur Marktreife geführt werden, um Wasserstoff insbesondere als stoffliche Basis in der chemischen Industrie zu nutzen. www.reallabor-burghausen.de/h2-reallabor/  
Reallabor Burghausen - ChemDelta Bavaria gGmbH: Die Gesamtleitung des Projekts H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria liegt bei der Reallabor Burghausen - ChemDelta Bavaria gGmbH, die 2021 von der Stadt Burghausen, dem Landkreis Altötting sowie sechs weiteren Gesellschafter aus der Chemieindustrie und der Logistik als gemeinnützige Gesellschaft gegründet wurde, um innovative und nachhaltige Lösungen für die Transformation der Region ChemDelta Bavaria hin zur Wasserstoffwirtschaft zu erforschen und zu Anwendungsmöglichkeiten in weiteren Branchen einschließlich der Logistik zu entwickeln. www.reallabor-burghausen.de
ChemDelta Bavaria: Das bayerische Chemiedreieck im südöstlichen Oberbayern gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des High-Tech-Standorts Bayern und zu den bedeutenden Chemieregionen Europas. Die rund 25 Unternehmen der chemischen Industrie beschäftigen direkt mehr als 20.000 Menschen und erwirtschaften ein Gesamtumsatzvolumen von rund 12 Mrd. Euro. Das entspricht rund 50 Prozent aller Chemiebeschäftigten in Bayern und über sechs Prozent des deutschen Chemieumsatzes. www.chemdelta-bavaria.de

Von: https://www.reallabor-burghausen.de/

Zurück

Die Bedeutung für die internationale Wasserstoffforschung im Projekt H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria im Fokus: (v. li.) Burghausens 1. Bürgermeister Florian Schneider, Dr. Christian Hackl (H2-Reallabor-Gesamtprojektleiter), MdL Tobias Gotthardt (Staatssekretär STMWi), MdL Dr. Martin Huber, Dr. Peter von Zumbusch (Werkleiter Wacker Chemie AG Burghausen), Ingrid Heckner (stv. Landrätin Altötting), Anton Steinberger (Geschäftsführer WiföG und Reallabor Burghausen gGmbH), Dr. Maika Gruber (Referentin STMWi) und Dr. Bernhard Langhammer (Sprecher ChemDelta Bavaria). (Foto: Koch/KommExpert)

Anwendungsorientierte Grundlagenforschung im Projekt H2-Reallabor Burghausen – ChemDelta Bavaria: Der schnelle Transfer der Erkenntnisse in die Praxis steht im Vordergrund. Beispielsweise mit dieser innovativen Container-Lösung für die Reallabor-Arbeitspakete.