Chemtronik-Studiengang des Campus Burghausen am Start

(23.04.2019)

Deutschlandweiter Alleinstellungscharakter des Campus – Bewerbungsfrist beginnt am 1. Mai – Master-Option – Pionier-Leistung der AlzChem AG

Burghausen/Trostberg. Bewegung am jungen Campus Burghausen der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim: Die Bewerbungsfrist für das kommende Studienjahr 2019/2020 beginnt am 1. Mai. Erstmals ist ab diesem Zeitpunkt eine Bewerbung für den dritten Studiengang „Chemtronik“ möglich. Ein Numerus Clausus ist nicht vorgesehen.

Dieser Studiengang festigt nicht nur den deutschlandweiten Alleinstellungscharakter der Technischen Hochschule in Burghausen, sondern ist zugleich in enger Abstimmung mit den weltweit aktiven Chemieunternehmen und dem technischen Mittelstand im Bayerischen Chemiedreieck entstanden.

Kernthemen für den Chemtronik-Ingenieur sind Zusammenhänge der Automatisierungstechnik und ihre Anwendung auf chemische Prozesse und Anlagen sowie die Konzeption der Regelung und Steuerung. Ein Schwerpunkt im Studium und in der beruflichen Herausforderung liegt in den neuen Ansätzen der Digitalisierung, wie der Nutzung von Big Data, um etwa jahreszeitliche Schwankungen der Produktqualität zu vermeiden.

Die Prozessautomatisierung ist integraler Bestandteil verfahrenstechnischer Prozesse und Anlagen der chemischen Industrie. Von komplexen Prozessen wie der Raffination von Erdöl zu Benzin, der Synthese von Kunststoffen bis zum Brauen von Bier ist die Steuerung heutzutage ein wichtiges Element technischer Abläufe.

Berufliche Perspektiven eröffnen sich für den Chemtronik-Ingenieur in der (chemischen) Prozessindustrie sowie deren Zulieferkette und in der Dienstleistungsindustrie.

AlzChem AG steigt mit zwei Mitarbeitern in Studienangebot ein
Für ein weiteres Novum am Campus Burghausen sorgt zum Start des kommenden Wintersemesters die AlzChem AG aus Trostberg mit dem Einstieg in ein neues Studienangebot, vergleichbar einem Dualem Studium. Zwei junge Mitarbeiter, eine Frau und ein Mann mit Berufsausbildung als Chemielaboranten und Vorbildung Abitur, beginnen im Herbst ihr Studium am Campus Burghausen. Die junge Dame studiert in der Fachrichtung Chemieingenieur, der junge Mann Chemtronik. Sie werden „in Burghausen studieren und im Praxissemester, aber auch in der vorlesungsfreien Zeit bei der AlzChem arbeiten und während ihres ganzen Studiums ein tarifliches Ausbildungsentgelt beziehen“, sagt Peter Lerchner von der AlzChem AG. Während ihrer Zeit im Unternehmen werden sie außerdem projektnah in ihrem künftigen Aufgabenfeld eingesetzt und erhalten zudem fachliche Betreuung durch einen Mentor im Unternehmen.

„Für weitere Kooperationsprojekte dieser Art sind wir jederzeit offen“, ergänzt Prof. Bolzern-Konrad. Gleichzeitig öffne sich für die Absolventen aus den bisherigen und künftigen Studienjahrgängen die Möglichkeit für eine weitere Qualifizierung, erklärt die Chefin des Campus: Die TH Rosenheim bietet den dreisemestrigen Masterstudiengang Angewandte Forschung und Entwicklung (AFE) an.

Kern dieses Masterstudiengangs, der verteilt auf Studienschwerpunkte in Rosenheim und in Burghausen angeboten wird, sind eigenständige Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Hälfte der Leistungspunkte muss in fachwissenschaftlichen Modulen erbracht werden.

Zur Auswahl stehen hier Angebote aus dem gesamten ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Programm der Hochschule. Weitere Leistungspunkte entfallen auf Module, in denen Studierende übergreifende Methodenkompetenzen erwerben. Beispielhafte Methodenmodule sind „Systematisches Entscheiden“, „Ausgewählte Themen der Betriebspsychologie“ und „Führungstraining“.

Außerdem nehmen Projekte in der angewandten Forschung einen großen Raum in diesem Masterstudiengang ein. Insgesamt 54 Leistungspunkte (inkl. der Masterarbeit im letzten Semester) werden in Projektmodulen erbracht. Studierende des Masterstudiengangs haben außerdem die Möglichkeit, Projekte im Rahmen von laufenden Forschungsaufträgen an der Hochschule zu bearbeiten. Sie erhalten dabei eine persönliche Betreuung durch einen Professor, der als Mentor fungiert.

Zulassungsvoraussetzungen sind der Abschluss in einem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang (Bachelor oder Diplom) mit mindestens 210 ECTS-Credit Points. Für Bewerber, die aus ihrem Erststudium weniger als 210 CP mitbringen, gibt es Übergangsmöglichkeiten.

Weitere Details im Internet: www.campus-burghausen.de

Von: Campus Burghausen

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Die Bewerbungsfrist für das kommende Studienjahr 2019/2020 beginnt am 1. Mai. Erstmals ist ab diesem Zeitpunkt eine Bewerbung für den dritten Studiengang „Chemtronik“ möglich. (Foto: KommExpert)