Siltronic behauptet sich in schwierigem Marktumfeld: 300 Mio. Euro Umsatz im 1. Quartal

(28.04.2020)

Rückgang der Durchschnittserlöse durch Anstieg der abgesetzten Waferfläche fast ausgeglichen - EBITDA gegenüber Vorquartal um 6,4 Prozent verringert (EBITDA-Marge 28,1 Prozent) - Prognose für 2020 unverändert, Belastung durch Corona im zweiten Halbjahr nicht quantifizierbar

München/Burghausen. Die Siltronic AG (MDAX/TecDAX: WAF) hat sich im ersten Quartal 2020 in einem schwierigen Umfeld gut behauptet. Durch die Corona-Pandemie gab es bisher operativ keine spürbaren Einschränkungen der Geschäftstätigkeit. Die Siltronic AG beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter am Standort Burghausen und ist der zweitgrößte gewerbliche Arbeitgeber im Landkreis Altötting.

„Unsere Prioritäten im ersten Quartal lagen auf der Sicherstellung der Gesundheit unserer Mitarbeiter und der Aufrechterhaltung eines möglichst reibungslosen Geschäftsablaufs“, so Dr. Christoph von Plotho, CEO der Siltronic AG. „Das ist uns auch gelungen, dafür danken wir allen Beteiligten, unseren Mitarbeitern, unserem Gesundheitsdienst, unseren Kunden und Lieferanten. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten sorgte dafür, dass wir im ersten Quartal ein gutes Ergebnis ausweisen können.“

Geschäftsentwicklung Q1 2020
Siltronic hat im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von EUR 300,1 Millionen erzielt. Damit sind die Erlöse im Vergleich sequentiell leicht zurückgegangen. Der Rückgang der Durchschnittserlöse konnte durch einen Anstieg der abgesetzten Waferfläche im Zuge stärkerer Nachfrage fast ausgeglichen werden. Die Wechselkursveränderungen hatten im Berichtszeitraum einen nur geringen Einfluss.

Die Herstellungskosten haben aufgrund der höheren produzierten Waferfläche zugenommen. Dabei sind die Herstellungskosten je Waferfläche gegenüber dem Vorquartal gesunken.

Das Unternehmen hat ein Bruttoergebnis von EUR 89,3 Millionen erzielt. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 ist es damit um EUR 7,6 Millionen gesunken. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf einen niedrigeren Durchschnittserlös zurückzuführen. Die Bruttomarge hat von 31,8 Prozent auf 29,8 Prozent abgenommen.

Das EBITDA lag im ersten Quartal 2020 bei EUR 84,2 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von EUR 5,8 Millionen bzw. 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Hauptgrund waren rückläufige Durchschnittserlöse. Die EBITDA-Marge hat von 29,6 Prozent auf 28,1 Prozent nachgegeben. Das EBIT ist von EUR 56,7 Millionen auf EUR 53,3 Millionen zurückgegangen.

Das neue Coronavirus hatte zwar keine nennenswerten Auswirkungen auf EBIT und EBITDA, aber der Rückgang des Finanzergebnisses ist in den bis zum Stichtag 31. März 2020 rückläufigen Finanzmärkten begründet.

Der Aufwand für Ertragsteuern im ersten Quartal 2020 war im Konzern äußerst niedrig. Im vierten Quartal 2019 war die Steuerquote wegen latentem Steueraufwand besonders hoch, im Berichtsquartal wegen latentem Steuerertrag und aufgrund von Corona-bedingten Steuererleichterungen dagegen besonders niedrig. Der starke Rückgang bei den Ertragsteuern trug dazu bei, dass der Gewinn des ersten Quartals mit EUR 46,0 Millionen leicht über dem Vorquartal (Q4 2019: EUR 45,4 Millionen) lag. Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallen hiervon EUR 39,6 Millionen, das Ergebnis je Aktie ist von EUR 1,21 im vierten Quartal 2019 auf EUR 1,32 im Berichtsquartal gestiegen.

Entwicklung von Eigenkapital, Netto-Cashflow und Nettofinanzvermögen
Mit einem Eigenkapital von EUR 1.031,0 Millionen zum 31. März 2020 betrug die Eigenkapitalquote der Siltronic AG 52,8 Prozent im Vergleich zu 47,8 Prozent zum 31. Dezember 2019. Die Zunahme des Eigenkapitals ist hauptsächlich auf den Quartalsüberschuss von EUR 46,0 Millionen und versicherungsmathematische Gewinne bei der Berechnung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 88,1 Millionen zurückzuführen.

Der Rückgang der Pensionsverpflichtungen um EUR 80,7 Millionen ist durch gestiegene Zinssätze verursacht: Der Zinssatz ist in Deutschland von 1,24 Prozent Ende 2019 auf 1,92 Prozent Ende des ersten Quartals 2020 gestiegen. Dies hat den Rückgang in den USA von 2,98 Prozent auf 2,88 Prozent im gleichen Zeitraum überkompensiert.

Der Free-Cashflow im ersten Quartal 2020 zeigt, dass Siltronic die gesamten Mittelabflüsse für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich der Rückführung von Kundenanzahlungen problemlos aus der betrieblichen Tätigkeit finanzieren konnte.

Von: Siltronic AG

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Die Siltronic AG beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter am Standort Burghausen und ist der zweitgrößte gewerbliche Arbeitgeber im Landkreis Altötting. (Foto: Siltronic AG)