Siltronic mit 1,2 Milliarden Euro Umsatz

(09.02.2021)

Siltronic im Geschäftsjahr 2020 bei Umsatz und Ergebnis im Rahmen der Erwartungen

München/Burghausen. Die Siltronic AG präsentiert Zahlen für das abgelaufene Jahr. Der vorläufige Umsatz belief sich 2020 demnach mit 1,207 Milliarden Euro unter dem Vorjahr (2019: 1,270 Milliarden Euro). Das vorläufig EBITDA verringert sich auf 344 Millionen Euro und die EBITDA-Marge auf gut 28 Prozent (2019: 408,7 Millionen Euro; 32,2 Prozent). Das vorläufige EBIT mit rund 204 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von 17 Prozent blieb auch aufgrund erhöhter planmäßiger Abschreibungen deutlich unter dem Vorjahr (2019: 298,3 Millionen Euro; 23,5 Prozent).

Insgesamt sei das Geschäftsjahr durch eine etwas höher als erwartete Nachfrage nach Siliciumwafern geprägt, doch gleichzeitig seien die Durchschnittserlöse pro Waferfläche unter dem Vorjahr gelegen. Die Euro-Stärke im zweiten Halbjahr belastete den Umsatz und das Ergebnis zusätzlich.

Siltronic hat im Rahmen des freiwilligen Übernahmeangebots von GlobalWafers Berater beauftragt, die teilweise erfolgsabhängig vergütet werden. „Bei einem wahrscheinlich erfolgreichen Übernahmeangebot werden gegenüber den oben genannten Zahlen weitere Kosten von gut zehn Millionen Euro verbucht, die das Ergebnis in gleicher Höhe belasten würden“, teilt das Unternemen mit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe Siltronic rund 188 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen investiert. Hierin seien neben den Basis-Investitionen in Höhe von rund 90 Millionen Euro Ausgaben für Capabilities, Kapazitätserweiterungen und Investitionen in zusätzliche Epi-Reaktoren enthalten. Damit werde die Position von Siltronic als einer der Technologieführer gesichert und weiter ausgebaut.

Den vorläufigen Netto-Cashflow 2020 beziffert Siltronic mit rund 77 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2019: 81,3 Millionen Euro) und damit im Rahmen der Erwartungen. Das vorläufige Nettofinanzvermögen sei aufgrund des positiven Netto-Cashflows trotz Dividendenzahlung in Höhe von 90 Millionen Euro und der Rückführung von Kundenanzahlungen um nur rund 90 Millionen Euro auf 499 Millionen Euro (2019: 588,9 Millionen Euro) gesunken.

„2020 war ein herausforderndes Jahr. Die Corona-Pandemie, aber auch geopolitische Spannungen haben die Weltwirtschaft beeinflusst. Die beschleunigte Digitalisierung hat für einen Nachfrageschub nach Wafern gesorgt. Unser Fokus lag auch im abgelaufenen Jahr auf unserer technologischen Leistungsfähigkeit und der Erhöhung unserer Produktivität“, sagte Dr. Christoph von Plotho, Vorstandsvorsitzender der Siltronic AG. Die Durchschnittspreise pro Waferfläche seien stabil geblieben.

Im vierten Quartal 2020 habe Siltronic ein vorläufiges EBITDA von rund 79 Millionen Euro erreicht (Q3 2020: 80,1 Millionen Euro). Die vorläufige EBITDA-Marge sei mit rund 28 Prozent über dem Niveau des Vorquartals (Q3 2020: 26,8 Prozent) gelegen. Das EBIT sei aufgrund des wechselkursbedingten Gegenwinds und gestiegener planmäßiger Abschreibungen mit 40 Millionen Euro unter dem Vorquartal (Q3 2020: 43,6 Millionen Euro). Die EBIT-Marge sei dagegen nur leicht von 14,6 Prozent auf rund 14 Prozent gesunken.

Zu den möglichen Belastungsfaktoren für 2021 zählt das Unternehmen weiterhin geopolitische und weltwirtschaftliche Entwicklungen wie den Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie sei schwer vorherzusagen. Lagerbestände bei Kunden werden 2021 „wahrscheinlich weniger belastend auf die Nachfragentwicklung“ bewertet, als dies noch Anfang 2020 der Fall war.

Megatrends wie 5G, Künstliche Intelligenz, Elektromobilität und Digitalisierung gelten weiterhin als Wachstumstreiber für die Halbleiterindustrie. Hier sieht das Unternehmen ein positives Umfeld im Jahr 2021, auch wenn andere Endmärkte wie die Automobilindustrie wahrscheinlich unter dem Niveau von 2019 liegen werden. Aktuell erwartet Siltronic, dass die Nachfrage nach Waferfläche 2021 weiter steigen wird. Allerdings erwartet das Unternehmen im Jahr 2021 durch die anhaltende Euro-Stärke einen deutlichen Gegenwind auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung. Nach wie vor hat das Unternehmen einen hohen Anteil an Langfristverträgen mit Kunden.

Von: Siltronic AG

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Die Siltronic AG verfügt am Standort Burghausen über rund 1.200 Mitarbeiter. (Foto: Siltronic)