Siltronic AG senkt die Prognose für das Geschäftsjahr 2019

(12.04.2019)

Konjunkturelle Abkühlung und Bestandskorrekturen

München/Burghausen. Die Siltronic AG senkt die Prognose. Das Unternehmen hatte die Jahresprognose bereits unter den Vorbehalt gestellt, dass sich die Auftragseingänge für das zweite Halbjahr deutlich beleben. Aufgrund der konjunkturellen Abkühlung, geopolitischer Unsicherheiten und noch nicht abgeschlossener Bestandskorrekturen in der Wertschöpfungskette, so Siltronic in einer Unternehmensnachricht, sei der „Eintrittszeitpunkt für die Erholung des Marktumfelds jedoch nicht mit Bestimmtheit vorauszusehen.“

Der Umsatz liegt laut Siltronic im ersten Quartal 2019 erwartungsgemäß bei rund 354 Mio Euro. Die EBITDA-Marge erreicht rund 36 Prozent. Siltronic erwartet, dass sich das zweite Quartal 2019 gegenüber dem ersten Quartal 2019 deutlich schwächer entwickeln wird.

Der Vorstand der Siltronic AG deshalb beschlossen, die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 anzupassen und erwartet, dass der Waferabsatz im Gesamtjahr aufgrund einer stark rückläufigen Nachfrage bei kleineren Wafern mit einem Durchmesser von bis zu 150 Millimeter und einer merklich geringeren Auslastung bei 200 mm-Wafern deutlich unter dem Vorjahr liegen wird. Auch die Auslastung bei 300 mm-Wafern sei zurückgegangen.

Der Vorstand geht bei leicht steigenden Durchschnitterlösen gegenüber 2018 für das Gesamtjahr 2019 von folgender Entwicklung aus: Abhängig vom Eintrittszeitpunkt der Erholung des Marktumfelds und von Wechselkurseinflüssen werde der Umsatz 2019 rund fünf bis zehn Prozent unter dem Vorjahr (vorher: in der Größenordnung des Vorjahres) liegen. Die EBITDA-Marge sollte zwischen 33 Prozent und 37 Prozent (vorher: leicht unter Vorjahr) liegen. Das EBIT werde dementsprechend deutlich (vorher: gut zehn Prozent) unter Vorjahr erwartet. Der Netto-Cashflow werde klar positiv, jedoch um circa 150 Mio Euro (vorher: circa 100 Mio Euro) niedriger als 2018 sein, danach werde er im Geschäftsjahr 2020 deutlich steigen. Das Ergebnis je Aktie werde deutlich (vorher: leicht) unter Vorjahr liegen.

Der Vorstand hat bereits, wie in der Bilanzpressekonferenz angekündigt, den Einsatz von Zeitarbeitnehmern deutlich reduziert, um der rückläufigen Produktionsauslastung Rechnung zu tragen. Die seit 2010 bestehenden kontinuierlichen Kostensparprogramme werden unvermindert fortgesetzt.

Ungeachtet der derzeitigen Marktschwäche ist der Vorstand der Siltronic AG davon überzeugt, dass die zugrundeliegenden Wachstumstreiber für die Waferindustrie wie Digitalisierung und Elektromobilität intakt sind.

Von: Siltronic AG

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Siltronic beschäftigt rund 1.500 feste Mitarbeiter - sowie zusätzliche Leihkräfte - am Standort Burghausen. (Foto: Siltronic AG)