Zukunftsfähig wohnen in der künftigen BuWoG-Wohnanlage an der Burgkirchener Straße

(27.04.2020)

Spatenstich für das 12-Millionen-Euro-Bauvorhaben – 42 Wohnungen mit Nettomietpreisen zwischen 7 und 8 Euro kalt pro Quadratmeter

Burghausen. Am Freitag, 24. April 2020, erfolgte der Spatenstich für ein neues Großprojekt der Burghauser Wohnbau GmbH (BuWoG): Für rund zwölf Millionen Euro entstehen bis Ende 2021 im neuen Baugebiet an der Burgkirchener Straße 42 Wohneinheiten, die sowohl bezahlbares als auch modernes Wohnen unter ökologischen Gesichtspunkten ermöglichen sollen. Der offizielle Baubeginn auf der 4.929 Quadratmeter großen Grundstücksfläche ist für den 4. Mai angesetzt.

Bürgermeister Hans Steindl vollzog am Freitag, 24. April, zusammen mit seinem Nachfolger Florian Schneider, mit 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger, mit BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber, mit Architekt Helmut Dillinger und mit Heiner Hintermeier von der Baufirma Grundner den symbolischen Spatenstich zum Bau des mehr als 100 Meter langen Blocks unweit der Schallschutzwand an der Burgkirchener Straße. 42 Wohnungen, alle mit Balkon bzw. Terrasse, werden hier gebaut, von der knapp 60 Quadratmeter zählenden Zwei-Zimmer-Einheit bis zur 109 Quadratmeter großen Familienwohnung. Ein Teil der Wohneinheiten wird rollstuhlgerecht sein, damit will die BuWoG mit ihrem neuen Projekt dem behindertengerechten Wohnen ebenso Rechnung tragen wie der Familienfreundlichkeit.

Die gesamte Wohnungsfläche beträgt ca. 3.082 Quadratmeter und ist aufgeteilt wie folgt:

  • 3 Stück 2-Zimmer-Wohnungen á 59 m²
  • 15 Stück 2-Zimmer-Wohnungen á 52 m²
  • 3 Stück 3- Zimmer-Wohnungen á 80 m²
  • 3 Stück 3- Zimmer-Wohnungen á 109 m² („Rollstuhlgerecht“)
  • 12 Stück 4- Zimmer-Wohnungen á 89 m²
  • 32 Carports
  • 11 Pkw-Stellplätze

Die Baukosten betragen rund 11,8 Millionen Euro, davon kommen 3,6 Millionen Euro als Zuschuss vom Regierungsbezirk Oberbayern, der Rest wird über ein auf 20 Jahre ausgelegtes und mit 0,2 Prozent verzinstes Darlehen günstig finanziert. Der Stadt Burghausen mit der BuWoG bleibt ein Eigenanteil von zehn Prozent.

Modernste energetische Ausstattung
Die energetische Ausstattung des neuen Wohnkomplexes orientiert sich nach den modernsten Möglichkeiten und Ansprüchen, wie BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber beim Spatenstich mitteilte: So ist auf dem Dach eine der größten Photovoltaikanlagen der Stadt Burghausen geplant. Mit dem damit erzeugten Strom werden drei Luft-Wasser-Wärmepumpen betrieben, der Überschuss fließt – rein rechnerisch zumindest − in Batteriespeicher, aus denen er nachts wieder abgezogen werden kann. Auch wenn die als Mieterstrom bezeichnete Direktstromverwertung in Deutschland bislang nur unzureichend möglich ist, so will die BuWoG im neuen Wohngebäude der Idee bereits Rechnung tragen und die entsprechenden technischen Voraussetzungen schaffen. Vorausgesetzt, der Gesetzgeber beseitigt die bisherigen bürokratischen Hürden, könnte der lokal erzeugte Strom künftig tatsächlich ohne Umweg über das Leitungsnetz direkt vor Ort verwendet werden.

Kein Sozialwohnungsbau, trotzdem günstige Mietpreise
Angesichts dieser und anderer Tatsachen bei der Ausstattung des BuWoG-Projekts sprach Bürgermeister Steindl von einem „hochwertigen Bauwerk“. Trotzdem seien wegen des im Allgemeinen nur auf geringe Rendite ausgelegten BuWoG-Konzepts Nettomietpreise von sieben bis acht Euro kalt pro Quadratmeter möglich. Zudem werde es kein Sozialwohnungsbau im klassischen Sinne sein, somit könne die BuWoG die Wohnungen frei vergeben.

Fertigstellung Ende 2021 – Vergabeverfahren erst Mitte 2021 erwartet
Fertig werden soll die Wohnanlage Ende 2021. Laut BuWoG-Geschäftsführer Huber wird das Vergabeverfahren für interessierte Wohnungsbewerber erst ca. Mitte kommenden Jahres beginnen, wenn ein gesicherter Fertigstellungstermin vorliegt. Bis dahin könne es auch keine Reservierungen oder andere verbindliche Aussagen geben.

Von: BuWoG/mko

Zurück

Symbolischer Spatenstich für das neueste BuWoG-Großprojekt am 24. April: (v. li.) 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger, der künftige Bürgermeister Florian Schneider, Noch-Bürgermeister Hans Steindl, BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber, Architekt Helmut Dillinger und Heiner Hintermeier von der der ausführenden Burghauser Baufirma Grundner. (Foto: KommExpert)

Im neuen Baugebiet an der Burgkirchener Straße gibt es schon für 90 Prozent der Flächen genehmigte Bauanträge, in den vergangenen drei Monaten sind rund 50 Anträge bei der Stadt behandelt worden. Ausständig sind hingegen noch die Verwirklichung der geplanten Reihenhäuser im nordöstlichen Bereich der Schallschutzmauer sowie die an die BuWoG-Anlage anschließenden Projekte zum Bau integrativer Wohnungen. (Foto: KommExpert)